Van het heuvelland naar Duitsland - Josephina Maria Stoll-Berberich, geb. Lemmens (1945 - 2007)
Arm aber glücklich
Der Vater war gelernter Zimmermann und fertigte alles aus Holz, was in dem kleinen Ort an der Geul und der Gulp benötigt wurde. Von Holzschuhen, Kochlöffeln, Wagen, Räder und ganze Karosserieteile für Fahrzeuge. Ihre Mutter war Hausfrau und kümmerte sich um die eigene Kinderschar und zwei weitere Kinder, die von ihrer verstorbenen Schwester, von ihrem Mann in die Ehe gebracht wurden.
In einem kleinen, alten Posthaus an der Hauptstraße lebte die Familie unter einfachsten Verhältnissen und trotz der Armut und der nach heutigen Umstände fast unzumutbaren Verhältnisse, berichtete José stets von ihrer glücklichen Kindheit. Die Umstände nach dem Zweiten Weltkrieg sollten sich nochmals verschlechtern, als der Vater überraschend wenige Tage vor Weihnachten verstarb und die Familie noch enger zusammenrücken musste, um die Miete und die Grundversorgung stemmen zu können.
Der Vater ist tot... jetzt müssen alle ran
So verwundert es auch nicht, dass es für die Kinder selbstverständlich war, schnell einen Beruf zu erlernen und die Mutter und die Geschwister finanziell zu unterstützen.
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Nach der mittleren Reife erlernte José den Beruf der Schneiderin und anschließend den der Intensivkrankenschwester, den sie sehr liebte. Sie arbeitete auf den Intensivstationen der Krankenhäuser in Maastricht und Heerlen.
Familienglück und Kampf ums Leben
1972 lernte sie ihren späteren Mann kennen und das junge Paar gründete eine kleine Familie. Mit den zwei Kindern lebte sie in den Niederlanden, Deutschland und auf Sardinien.
Alles schien in bester Ordnung, bis eine schwere Krankheit den glücklichen Familienalltag erschütterte. 20 Jahre dauerte der Kampf gegen die heimtückische Krankheit, den sie ohne Klagen führte und erduldete und mit der Routine und dem Wissen ihrer medizinischen Ausbildung nüchtern betrachtete.
Das Leben genießen...
Eine große Leidenschaft für sie war das Reisen und schon als Teenanger reiste sie durch Europa, sehr häufig in Regionen, die dem Massentourismus bis dahin unbekannt waren. Ihr handwerkliches Können nutzte sie, um sich und ihre Familie einzukleiden und die Wohnung an den verschiedenen Orten mit eifachsten Mitteln liebevoll zu verwandeln.
Josephina verstarb am 4. Juni 2007.



