Margarete Stoll, geb. Rische (1893 - 1973)

NLESB_Album_1_044.jpg; Nachlass Egon Stoll-Berberich, Bensheim; Margarete Berberich, geborene Rische (6. März 1893 - 19. März 1973) mit ihrem ersten Sohn Egon Kurt Berberich (17. Juni 1913 - 2. Mai 1973) in Gera; digitalisiert und zusammengestellt: Frank-Egon Stoll-Berberich, 2022.
Margarete Rische wurde am 6. März 1893 in Gera geboren. Sie heiratete am 18. November 1915, mit 22 Jahren, ihren ersten Ehemann, den Metzger Jakob Berbereich (7. März 1892 (Zeselberg) - 30. Januar 1941 (Hartheim)), der allerdings wenige Jahre später die junge Mutter mit ihren zwei Söhnen Egon Kurt Berberich (17. Juni 1913 - 2. Mai 1973) und Ernst Paul Berberich (5. Januar 1916 - 1918) im Stich ließ.

Arme Kindheit

Die junge Familie musste von da an alleine über die Runden kommen, was in der Zeit der Inflation und den politischen Wirren eine äußerst harte Belastung darstellte. Der frühe Tod des zweiten Sohnes noch während des Ersten Weltkriegs war ein zusätzlicher Schicksalsschlag. Margarete zog mit ihrem Sohn daraufhin zur Großmutter und vermutlich durch ihre Tätigkeit als Krankenschwester in Darmstadt-Eberstadt nach Bensheim.

Bensheim - Ein neues Zuhause und eine große Liebe

NLMR_PPA_013.jpg; Nachlass Margarete Stoll, geb. Rische, Bensheim; Margarete Rische um 1917 als Pflegekraft der Provinzial-Pflegeanstalt in Darmstadt Eberstadt; digitalisiert und zusammengestellt: Frank-Egon Stoll-Berberich, 2022.
Vermutlich während ihrer Tätigkeit an der "Provinzial-Pflegeanstalt in Darmstadt-Eberstadt" lernt sie ihren späteren Mann Joseph Stoll kennen und die beiden heiraten. Joseph Stoll übernimmt für den jungen Egon die Rolle des Vaters und Margarete wird trotz ihres unverkennbaren thüringischen Dialekts zu einer Bensheimerin.

Wer hat die Hose an?

Die zwei Herren des Hauses haben allerdings wenig zu sagen, denn die Erfahrungen mit ihrem ersten Ehemann und die Zeit als alleinerziehende Mutter lassen Margarete zu einer starken und selbstbewussten Frau werden. Was sie sagt, ist Gesetz, allerdings ist sie eine engagierte Mutter und liebende Großmutter...aber... ein Kind der Kaiserzeit, was sie auch immer wieder betont und lebt.

Nach dem Tode ihres zweiten Mannes regelt sie auch für die nachfolgenden Generationen den Alltag und verbleibt bis zu ihrem Tode am 19. März 1973 in ihrer Wohnung.

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